Bosch GSP: Umwälzpumpe reinigen und Laugenpumpe tauschen

Meine Pechsträhne reisst wohl nicht ab… Letzten Monat ist ein Pleuel meines Autos gerissen und diese Woche meine Spülmaschine kaputt gegangen. Nun, ein Pleuel kann ich selber nicht reparieren, eine Spülmaschine aber schon. Auf geht’s:

Zuallererst vergewissern wir uns, dass die Spülmaschine vom Netzstrom getrennt ist. Die Wasseranschlüsse habe ich, da sie ausreichend lang sind, angeschlossen gelassen. Das spart viel Zeit beim späteren Testen und Einbauen.

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RWE SmartHome: automatisches Auslesen der Geräteaktivität [PERL]

Wenn du die Geräteaktivität deiner RWE SmartHome-Elemente automatisch auslesen möchtest, ohne dich jedes mal einloggen zu müssen, kannst du das folgende Script benutzen. Es ist in Perl geschrieben und befindet sich derzeit in der Testphase. Sollten RWE irgendwann ihr Login-Form oder die Authentifizierungsmethode ändern, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Script nicht mehr funktionieren wird.

Changelog

Version 1.1:
* HTML::Parser wird statt substr/pos verwendet um das VerificationToken zu holen
* use strict-Pragma implementiert
* Error Handling eingeführt
* div. Sicherheitsüberprüfungen eingebaut
* Kommentare hinzugefügt

Version 1.0:
* Initial Release

Download 1.1: get_log_1.1 (10.02.2013)
Download 1.0: get_log_1.0 (09.02.2013)

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Dell PowerEdge T110 als Workstation

Wer bei Dell die Preisentwicklung des T110 Servers beobachtet hat, wird feststellen, dass sie sehr großen Schwankungen ausgesetzt ist. So kostete ein T110 in der absoluten Grundausstattung in den USA zeitweise unter $300. Wer allerdings produktiv mit dem System arbeiten will, sollte in Deutschland zwischen 1000€ und 1500€ je nach Ausstattung einplanen. Das größte Einsparpotential sind dabei die regelmäßigen Kontrahierungsaktionen von Dell: zwei Server zum Preis von einem; Versandkostenfrei bestellen; Liefergebührermäßigung oder Rabatte auf den Stückpreis.


(Beispiel, keine Werbung!)

Für den zweckfremden Einsatz als Workstation empfehle ich die größtmögliche CPU: Intel® Xeon® X3470, 4C, 2.93Ghz, 8MB Cache und den geringstmöglichen RAM und Festplattenspeicher bei Dell zu bestellen. Ratsam ist es auch einen PERC H200 RAID Controller mitzunehmen, da der integrierte RAID Controller rein softwarebasiert läuft und schockierenderweise nur unter Windows funktioniert. Zu der Lautstärke wäre noch zu sagen, dass der T110 flüsterleise ist. Er hat einen Gehäuselüfter, der auch gleichzeitig die CPU kühlt. Ich betreibe vier Stück T110 mit ganz unterschiedlichen Betriebssystemen: Windows Server 2008, VMWare ESXi und Windows 7 – bei keiner der Maschinen kam es bisher zu Überhitzung.

Günstigen ECC DDR3 RAM erhält man bei vielen Händlern, hier empfehle ich klar: Kingston, z.B. 8GB (2 Riegel) oder 16GB (4 Riegel). Wichtig ist, dass die Riegel in ihrer Größe und Symetrie absolut gleichwertig sind, da das System ansonsten nachweislich instabil läuft und Dell keine Haftung für etwaige Schäden übernimmt. Ebenso erhält man Festplatten (Empfehlung: Samsung) bei Drittanbietern mindestens um die Hälfte günstiger als bei Dell. In der aktuellen Konfiguration kommen vier Stück 250GB Samsung als RAID 10-Verbund zum Einsatz.

Bitte auch beim Zusammenstellen beachten, dass der T110 KEINE integrierte Soundkarte besitzt und die interne Grafikkarte mit 8MB Speicher nichteinmal ernsthaft grafiktauglich ist. Es ist auch nicht möglich, den Speicher als Shared Memory zu erweitern. Weiters auch nicht vergessen, dass das Mainboard des T110 nur einen X4, zwei X2 und einen X1 PCIe Steckplatz bietet. Gerade für Multi-Monitor-Lösungen kann das hinderlich sein, da X1 PCIe Grafikkarten ein vielfaches von X4 kosten.

Das nächste Problem ist die Installation von Windows 7 x64. Der einfachste Weg um die eintretenden Treiberprobleme zu umgehen, ist die Installation des Betriebssystems mit Hilfe der mitgelieferten „Systems Management Tools and Documentation“ DVD (hier Version 6.4.0). Dafür zunächst von der DVD booten und als Betriebssystem Windows Server 2008 R2 x64 auswählen. Das gebootete Linux wird anschließend eine Festplattenpartition mit Treiber anlegen und ohne Vorwarnung neustarten.
Beim Rebootvorgang die Windows 7 x64 DVD einlegen und das Setup wird keinerlei Probleme machen. Es ist möglich, dass die Installation ungewöhnlich lang dauert. Dieses Verhalten war nach der Installation im laufenden Betrieb allerdings nicht mehr zu verzeichnen.

Wenn dann einmal alles läuft, wird man viel Freude am T110 haben. Kein Schnickschnack und laut ist er auch nicht. Die perfekte Arbeitsmaschine.

Leuchtkasten reloaded

Für einen Leuchtkasten á la Rembrandt nehme man…

1. einen Leuchtkasten, vorzugsweise gebraucht (hier in den Maßen 120 x 80cm):



2. sieben neue warmweiße Leuchtröhren mit sieben neuen elektronischen Schnellstartern.
(leider ohne Bild)

3. ein schönes Bild:

Hier: Rembrandts „die Nachtwache“, geplottet auf 120×80 cm lichtdurchlässiger Folie.

4. Ergebnis:

Lasermaus Speckle

Lasermäuse erzeugen in Wechselwirkung mit ihrer Unterlage ein Fleckenmuster (englisch speck oder speckle = Sprenkel, Tupfen). Es braucht die kohärenten Lichtwellen einer Laserquelle, um in der Reflexion an einer Oberfläche analysierbare Beugungsmuster zu erhalten. Jede Unebenheit der Oberfläche sorgt dafür, dass einzelne Wellen in andere Richtungen reflektiert werden als ihre Nachbarn. Dadurch kommt es zu Überlagerung, Verstärkung und Auslöschung. Ein eindeutiges Interferenzmuster eines Bereichs entsteht, wenn die Unebenheiten größer sind als die Wellenlänge des Laserlichts – bei den Computermäusen sind dies etwa 832-864 Nanometer. Selbst Lack, Glas oder poliertes Metall weist in diesem Größenmaßstab meist eine Rauigkeit auf und verändert so das Specklemuster.

(Quelle: Welt der Physik – Lasermäuse und andere Nager)

Siehe auch: Eintrag in der Wikipedia zu „Speckle“

Defektes LED-Leuchtmittel von Greenline [Updated: 03.05.2011]

Eines Morgens schalte ich im Wohnzimmer das Licht an und glaube ich „guck‘ nicht richtig“: mein kürzlich erworbenes LED-Leuchtmittel (90 LEDs, E14, 4.5W von Greenline) flackert wie ein Stroboskop. Verdächtig war mir die Sache deshalb, weil das Flackern mit ziemlicher Sicherheit mit einer Frequenz von 50 bzw. 100 Hertz auftrat.
Das heißt im Klartext: das Netzteil ist hin.
Da der Rückversand relativ teuer wäre, bot mir der Verkäufer an, ein neues Leuchtmittel zu versenden. Im Gegenzug soll ich das defekte einfach entsorgen.
Entsorgen heißt bei mir häufig: reparieren (und manchmal auch verzweifeln und DANN entsorgen…).

Wie man auf dem zweiten Bild sehen kann, befinden sich auf der Platine vier Gleichrichter (im Volksmund: „Gleich-riecht-er“). Das deutet mit größter Sicherheit auf eine Graetzschaltung. Die Gleichrichter sind vom Typ „M7“. Laut dem dazugehörigen Datenblatt sind sie allerdings spannungsstabil bis 1000V, bei max. 1A. Da ich nicht glaube dass die paar LEDs kurzzeitig 1kW ziehen, schließe ich eher auf defekte Glättungskondensatoren.


Inzwischen bin ich endlich mal dazu gekommen das Leuchtmittel weiter zu untersuchen. Es war in der Tat ein defekter Glättungskondensator mit 28µF (824J = 82 pF x 10^4; J = 5% Toleranz) der bis 400V Spannungsstabil war.
Der Defekt ließ mich etwas verwundern, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass das Leuchtmittel mit Spannungen über 400V DC arbeitet. Mein Meßgerät maß im Leerlauf jedoch folgendes:

An diesem Punkt stellte ich die Wartungsarbeiten am Leuchtmittel ein. Denn mir war bis dato nicht ganz bewusst, dass alle LEDs in Reihe geschaltet sind, wie auf den folgenden Bildern zu sehen ist und erst durch die Messung ersichtlich wurde:


Das bedeutet, der Hersteller verwendet eine instabile Spannung (flackern!) mit knapp dimensionierten Glättungskondensatoren zum befeuern von rel. empfindlichen LEDs. Geht man davon aus, dass die Zielspannung ursprünglich bei 400 Volt lag, die sich auf 90 LEDs aufteilt, sollten an jeder LED also knapp 4,3 Volt anliegen. Fällt jedoch eine LED einer Kette (s.o.) aus, schaltet diese entweder durch, wodurch an den restlichen LEDs 4,5 Volt (400V/89 LEDs) anliegen würden. Sperrt die defekte LED allerdings den Strom, fällt eine ganze Kette, bestehend aus 10 LEDs, aus. Dadurch liegt an den restlichen LEDs 5 Volt (400V/80 LEDs) an.
Dieser Vorgang wiederholt sich so lange bis das komplette Leuchtmittel aufgrund von LED Überspannungen ausfällt. Und das geht schneller als man denkt. Ein Bild eines weiteren Leuchtmittels, bei dem die defekten LEDs gut zu sehen sind:

Man beachte auch die thermische Verformung des Kunststoffes um die LEDs!

Fazit: Finger weg von diesen Leuchtmitteln!