Meine Bewerbungstipps

Als gutmütiger Mensch, der seinem Umfeld stets Glück und Erfolg im Beruf gönnt, habe ich in den vergangenen Jahren häufig Bewerbungen für Freunde, Bekannte und Verwandte geschrieben bzw. vielmehr überarbeitet. Die nachfolgenden Regeln sind eher als Tipps oder Ideenanregung zu verstehen und beziehen sich nicht, wie vielleicht vermutet, auf die generelle Erstellung eines Anschreibens und Lebenslaufs, sondern auf grundlegende Fehler und sollen Hilfestellung leisten für diejenigen, die mit ihrer eigenen Bewerbung unzufrieden sind oder bei denen der gehoffte Bewerbungserfolg ausbleibt. Viele Regeln würden hier nicht stehen, wenn ich die Fehler dahinter nicht bereits erlebt hätte.

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Leuchtkasten reloaded

Für einen Leuchtkasten á la Rembrandt nehme man…

1. einen Leuchtkasten, vorzugsweise gebraucht (hier in den Maßen 120 x 80cm):



2. sieben neue warmweiße Leuchtröhren mit sieben neuen elektronischen Schnellstartern.
(leider ohne Bild)

3. ein schönes Bild:

Hier: Rembrandts „die Nachtwache“, geplottet auf 120×80 cm lichtdurchlässiger Folie.

4. Ergebnis:

Dr. Martens ORIGINAL vs. Dr. Martens VINTAGE (updated: 30.11.2010)

Seit Dr. Martens wieder Schuhe in England herstellen, kann man sie auch ohne moralische Bedenken wieder kaufen. Anbei ein paar Impressionen aus dem Vergleich: alt gegen neu; ORIGINAL gegen VINTAGE. Beide Stiefelpaare wurden in England hergestellt: einmal vor dem Outsourcing nach China (≤2003) und einmal danach (≥2007).

(Bilder anklicken zum Vergrößern – pro Bild zwischen 300 und 700 kB!)

(ORIGINAL: Datum der Herstellung unbekannt, auf jeden Fall vor 2003.)

(VINTAGE: Herstellung wahrscheinlich zwischen 2009 und 2010)

(ORIGINAL: das klassische abflachen der Tips nach langem Gebrauch)

(VINTAGE: zwei Wochen getragen, also fast neu)

(ORIGINAL: Ein Schuhmacher erklärte mir einmal, dass Ösen nur dann ausfransen wenn das Werkzeug stumpf wird.)

(VINTAGE: Auch hier sind die Ösen ausgefranst.)

(ORIGINAL links; VINTAGE rechts: die Innennaht ist nahezu identisch. Lediglich die brüchige Umrandung fehlt bei der Neuauflage.)

(ORIGINAL links; VINTAGE rechts: das Profil hat sich verändert. Die Gummimischung im alten Schuh ist inzwischen so hart, dass das „Bouncing Soles“ keine Bedeutung mehr hat. Man beachte auch das „The Original“ auf der alten Schuhsohle.)

(VINTAGE: „MADE IN ENGLAND“. Der Schriftzug fehlt auf der chinesischen Variante.)

(VINTAGE: eine stabile Naht verhindert, dass sich der Schuh an dieser sehr stark belasteten Stelle auflöst.)

(VINTAGE: eine ebenfalls sehr stark beanspruchte Stelle. Alle Dr. Martens die ich bis jetzt besaß sind mir am Knick früher oder später aufgegangen. Da die Nahtlöcher aber ausreichend groß dimensioniert sind, kann man sie einfach von Hand nachnähen wenn der Faden dort reißt.)

Fazit: meiner Meinung nach, handelt es sich bei den VINTAGE Dr. Martens um eine gute Kopie, aber kein Original. Letztendlich bemängele ich nicht die Verarbeitung, sondern die Qualität des Leders. Es wirkt auf mich viel brüchigiger und vielleicht sogar „billiger“ als das, das vor Jahren verarbeitet wurde. Die Punzierung, also die kleinen Poren auf dem Leder lässt es einfach ungewohnt erscheinen. Das sieht man gut auf dem Ösenbild: während das alte Leder richtig speckig und zäh aussieht, was es auch ist und auch schon beim Kauf der ORIGINAL war, könnte man meinen, dass das neue Leder ausgetrocknet und brüchig sei. Prophylaktisch habe ich deshalb die VINTAGE sehr gut eingefettet, und das auch häufiger als ich es sonst bei Lederschuhen machen. Und siehe da: das Fersenleder ist trotzdem nach knapp zwei Monaten gebrochen (ein Bild davon folgt).
Das macht die VINTAGE nicht zu schlechten Schuhen, vielleicht habe ich auch nur ein Montagspaar erwischt, aber man sollte sich überlegen ob die „Good ol‘ Docs“ wirklich noch so „good ol‚“ sind.

Sollten Leser dieses Artikels andere oder ähnliche Erfahrungen mit den VINTAGEs gemacht haben, so bitte ich diese in die Kommentaren einzutragen.

Nachtrag vom 21.11.2010:

Das defekte Fersenleder.

Nachtrag vom 30.11.2010:
Die Schuhe fette ich mit ganz normalem handelsüblichen Lederfett, das allerdings Bienenwachs enthält. Gerade im Winter schont Wachs das Leder, welches sonst Salz und übermäßig Feuchtigkeit aufnimmt.
Zur Fersenlederreparatur verweise ich auf „Fresh Shoes“ Schuhmachermeister Manfred Meyer aus Stuttgart. Er hatte mir vor einem halben Jahr ein Fersenleder in meinen Coyote Cowboyboots erneuert. Ich hatte ihm die Boots geschickt, weil ich hier in Mönchengladbach keinen Schuster gefunden habe, der sich an Schlangenlederstiefeln versuchen wollte. (O-Ton: „dazu fehlt mir die Maschine!“ – gemeint war eine Sattlernähmaschine).
Natürlich gibt es inzwischen massig Online-Schuster, sogar bei eBay, wohl unterscheiden sie sich heftig im Preis. Der erste, den ich anschrieb, machte mir für die Reparatur einen Kostenvoranschlag von über 200€, weil er die Stiefel zerlegen wollte. Herr Meyer hat mir letztendlich die Stiefel inkl. neuer Absätze und Versand für 40€ repariert. 18€ davon für das Fersenfutter.

Das neue Gesetz des Wassermannzeitalters

Vor Jahren fiel mir ein Buch der Fraternitas Saturni in die Hände: es enthält zwei Aufsätze der Frater Gregorius und Johannes. Zudem einen Aufsatz des „Meister Therion“ der Ordo Templi Orientis.

Interessant vorallem wegen des dritten Aufsatzes, der Herleitung der Worte: „Tue was du willst sei das ganze Gesetz“ von Fra. Johannes:

„TUE, WAS DU WILLST IST DAS GANZE GESETZ.
ES GIBT KEIN GESETZ UEBER – TUE, WAS DU WILLST!“
– Das Wort des Gesetzes ist „THELEMA„.

In einem älteren Backup fand ich einen Scan mit teil-OCR des Buchs: DOWNLOAD

Fritz!Load Oberfläche lädt nicht

Fritz!Load ist eine sehr nützliche Zusatzfunktion für die Fritz!Box. Sie ermöglicht dem Anwender zum Beispiel Rapidshare Downloads durchzuführen ohne dass ein PC laufen muss. Damit ist Fritz!Load ein kleines bisschen weltverbessernd, da dadurch viel Strom eingespart werden kann. Mehr dazu auf der Projektseite.

Leider wollte Fritz!Load nicht auf Anhieb auf meiner Fritz!Box 7170 laufen. Die Installation lief 1:1 nach der Anleitung ab und ich sah auch den neuen Menüpunkt im Webinterface:

Allerdings lud die Fritz!Load Oberfläche nicht. In Foren fand ich vereinzelt Benutzer mit dem selben Problem, wohl ohne Lösung.
Nach einigem Gefrickel war die Lösung doch ganz simpel: aus bisher ungeklärten Gründen haben die Entwickler die IP Adresse der Fritz!Box hart in die fritzload.ini eingetragen. Dabei sind sie wohl davon ausgegangen, dass niemand die Standardadresse der Fritz!Box ändert. Diese lautet nämlich: 192.168.178.1, meine ist aber: 192.168.2.1.

Daher folgendes Workaround:
1. Verbinde mit Telnet auf die Fritz!Box.
2. Navigiere in den fritzload Ordner: cd /var/media/ftp/[NAME-DES-USB-DEVICES]/fritzload/config
3. Öffne die fritzload.ini mit vi: vi fritzload.ini
4. Springe zu box=“192.168.178.1″
5. Drücke die „Einfügen“-Taste.
6. Korrigiere die IP-Adresse.
7. Drücke die „Escape“-Taste.
8. Gib im vi ein: :wq (mit dem Doppelpunkt!)
9. Starte die Fritz!Box ggf. neu.

Nach dieser Änderung lud die Oberfläche bei mir sofort.

Lasermaus Speckle

Lasermäuse erzeugen in Wechselwirkung mit ihrer Unterlage ein Fleckenmuster (englisch speck oder speckle = Sprenkel, Tupfen). Es braucht die kohärenten Lichtwellen einer Laserquelle, um in der Reflexion an einer Oberfläche analysierbare Beugungsmuster zu erhalten. Jede Unebenheit der Oberfläche sorgt dafür, dass einzelne Wellen in andere Richtungen reflektiert werden als ihre Nachbarn. Dadurch kommt es zu Überlagerung, Verstärkung und Auslöschung. Ein eindeutiges Interferenzmuster eines Bereichs entsteht, wenn die Unebenheiten größer sind als die Wellenlänge des Laserlichts – bei den Computermäusen sind dies etwa 832-864 Nanometer. Selbst Lack, Glas oder poliertes Metall weist in diesem Größenmaßstab meist eine Rauigkeit auf und verändert so das Specklemuster.

(Quelle: Welt der Physik – Lasermäuse und andere Nager)

Siehe auch: Eintrag in der Wikipedia zu „Speckle“

Historisches Speichermedium: Blasenspeicher

Folgenden Auszug fand ich im Buch „Einführung in die Microcomputer-Technik“ (1982) von Adam Osborne (ISBN 3-921 803-12-8):

Die neueste Entwicklung auf dem Gebiet der Halbleiterspeicher sind Blasenspeicher. Blasenspeicher arbeiten mit einem dünnen Film eines magnetisierbaren Materials, das künstlich auf ein nicht-magnetisches Trägermaterial aufgebracht wurde. In diesem magnetischen Film können an den Knotenpunkten eines Gitternetzes mikroskopisch kleine Magnetisierungszonen gebildet werden, deren Polarisierung entgegengesetzt zu der des dünnen Filmmaterials ist, wie folgende Darstellung zeigt:

Blasenspeicher Abb.1
Blasenspeicher Abb.1

Diese Darstellung zeigt willkürlich Zonen mit Nordpolarisierung in einem magnetischen Film mit Südpolarisierung. Diese Zonen der Nordpolarisierung werden magnetische Blasen genannt; Vorhandensein oder Abwesenheit einer Blase dienen zur Darstellung der Werte 1 oder 0 eines Bit. […]

Desweiteren:

Blasenspeicher

Die weiter oben erwähnten Blasenspeicher arbeiten teilweise seriell und teilweise mit wahlfreiem Zugriff. Die Magnetblasen an den Knotenpunkten der Gitternetze sind jeweils zu Schleifen zusammengefaßt, wie folgende Darstellung zeigt:

Blasenspeicher Abb.2
Blasenspeicher Abb.2

Die Knotenpunkte der Gitternetze kann man sich als Ablagestellen für Magnetblasen vorstellen. Durch hier nicht dargestellte Anordnungen außerhalb des Gitternetzes werden vorhandene Magnetblasen veranlaßt, auf Schleifenbahnen umzulaufen. Bei diesen Umläufen wandern die Magnetblasen von einem Gitterpunkt zum nächsten und durchlaufen schließlich ein „Fenster“, wie folgende Darstellung zeigt:

Blasenspeicher Abb.3
Blasenspeicher Abb.3

Zum Zugriff auf jedes einzelne Bit in einer Schleife wird nicht jeder Gitterpunkt auf das Vorhandensein einer Magnetblase abgefragt, sondern der Schleifenumlauf solange fortgesetzt, bis die Magnetblase des gewünschten Gitterpunkts im Fenster steht und gelesen werden kann. Die Adresse eines Bits besteht daher aus der Angabe einer Schleifennummer und der Angabe der Position des Bits innerhalb der Schleife. Ein typischer Blasenspeicher besteht auszahlreichen Schleifen. In einem derartigen Baustein kann jede Schleife wahlfrei angesprochen werden, aber der Zugriff auf die einzelnen Bits (Blasen) innerhalb einer Schleife erfolgt seriell.

[…]

Trotz der Tatsache, daß der Zugriff auf Blasenspeicher teilweise seriell erfolgt, finden Sie dennoch die ungenaue Bezeichnung „Blasen-RAM-Speicher“.
Blasenspeicher werden bis jetzt noch nicht in großem Umfang eingesetzt, da sie nur bei sehr großen Speicherkapazitäten wirtschaftlich herzustellen sind; außerdem sind sie als Speicher teilweise mit seriellem Zugriff relativ langsam. In Mikrocomputern werden daher ROM- und RAM-Speicher mit schnelleren Technologien verwendet. […]

Weitere Informationen können der Wikipedia entnommen werden.